Tauchplatzbeschreibungen


Hier sind einige unserer Tauchsen beschrieben. Bitte erkundige Dich vor Tauchgängen inunbekannten Gewässern immer bei ortskundigen Tauchern und sei nichtLeichtsinnig. Einige Seensind wegen ihrer Tiefe oder Bootsverkehr nicht ohne! Ich beschreibe hier nur eine kleine Auswahl der vielen interessanten Tauchmöglichkeiten in und vor allem rund um Berlin. Wer weitere Ideen sucht, wird bei den Buchempfehlungen fündig. Wer noch geniale Geheimtipps hat, der würde mich erfreuen, wenn er sie mir über das Kontaktformular mitteilt - sie bleiben auch geheim...Bitte nutzt den Stauwarner links und den Routenplaner rechts, damit Euch Staustunden erspart bleiben!




Das aktuelle Tauch-Wetter:

Das aktuelle Wetter in Berlin



Der Tegeler See

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 4-7m; Tiefe 18 Meter
Mein Haussee ! Hier habe ich mein Boot liegen und verbringe viel Zeit an, auf und in dem See.

Der Tegeler See bietet die meiste Zeit im Jahr eine schlechte bis moderate Sicht. Kurzeitig, insbesondere wenn das Wetter eine Zeit stabil blieb, Sichtweiten bis 5 Meter und selten auch mehr. Dazu muss man aber schon Glück haben...
Meist ist die Sicht bei 1,5- 2,5 Meter zu ende - im Tiefen wird eher schlechter als besser.
Besonders lohnenswert sind die Tiefen zwischen 3 und 8 Meter. Hier finden sich viele Fische, wie Barsche, Hechte (stark zunehmend) und Zander (immer seltener). Krebse sind alltgegenwärtig. Bei Nachttauchgängen oder unter Gegenständen sieht man häufig Aale, die z.T. sehr groß sind und selten auch Quappen. Wer über ein Boot verfügt kann sich ein paar alte Holzwracks (bitte nix Großes erwarten) ansehen. Da mein - angeblich wasserdichtes - GPS sich nach seinem unfreiwilligem Tauchgang wieder gefangen hat, kann ich auch zwei dicht beieinander liegende Positionen beispielhaft nennen:

Wrack1 auf 6m: N52°34.364' E13°15.461'
Wrack2 auf 8m: N52°34.342' E13°15.426'
Man sieht, es gibt noch viel zu entdecken. Ich habs auch mittlerweile raus auf dem Echolot/Fischfinder die Wracks zu erkennen.
Auf N52°34.679' E13°14.879' findet sich vor dem Strandbad Tegel, direkt hinter den Bojen auch ein interressantes Loch mit dicken Fischen. Ältere Angler sagen es sei ein Bombentrichter einer Bombe aus dem zweiten Weltkrieg, die der Insel Scharfenberg galt, weil dort eine Rüstungsfabrik (Munition) stand.
Rund um die Insel Scharfenberg - insbesondere auf der Seeseite - gibt es wunderschöne Schnorchelgebiete, die mit einer Tiefe von 0,5 - 2 m und guter Sicht einladen.
Am Forsthaus oder dem neben dem Strandbad kann man einsteigen und der Försterkante (eine "Steilwand von 1 auf 3 m <grins>) folgen. Hier wachsen im Sommer die Wasserpflanzen bis zur Oberfläche. Man kann darüber Schnorcheln oder im Tiefen Wasser (5m) davor Tauchen. Hier gibt es fast das gesamte Fischspektrum des Tegeler Sees zu beobachten: Barsche, Schleie, Karpfen, Hechte, Gründlinge, Plötzen, Bleie usw.. Unbedingt die Kamera mitnehmen.
An der Greenwichpromenade gibt es auch gute Tauchgründe, die hier schon beschrieben wurden.
Am Wasserwerk, gleich hinter der gleichnamigen Bushaltestelle, gibt es ein Einstieg, der allerdings genau in der Wasserskistrecke liegt. Hier sollte man nicht unbedingt im Sommer auftauchen. Dort gehts recht zügit auf eine Tife von 10-13m runter. Links, Richtung Segler, kommt eine "Sandbank" und vor den Stegen liegt noch ein kleines Wrack. Rechts, richtung Gänsewerder, ist es ziemlich monoton.
Wenn die Sprudler auf dem See an sind kann daran man im Freiwasser riesige Plötzenschwärme im Freiwasser beobachten.
Generell kann ich nur zur erhöhten Vorsicht mahnen: Es herrscht reger Bootsbetrieb und Taucher sind in den Köpfen der Skipper nicht allgegenwärtig. Da einige Bootsfahrschulen auch an Tauchbojen das kursgerechte Aufstoppen üben ist es nicht verwunderlich, dass - so wie mir passiert - man bei laufendem Motor an der Boje hochgezogen wird. Die Leute denken halt: Da schwimmt ne Boje mit einem Taucher drauf, hübsch, die nehm ich mit für mein Wohnzimmer. Naja, mir ist jedenfalls noch ein schlimmer Verwendungszweck für das Tauchmesser eingefallen :->
Ich tauche nun ohne Boje und wer gut navigieren kann, sollte es auch tun. Mein Tipp sind Nachttauchgänge, denn es herrscht Nachtfahrverbot.
Wer wirklich perfekt mit dem Kompaß umgehen kann und seine Ab- und Auftauchstellen vorher so wählt, daß er nicht mit den Schrauben der Boote Probleme bekommt, kann sich ruhig auch hier mal naß machen.

Zu beachten ist auch die ganz leichte Grundströmung, die einen fast unmerklich vom Kurs abbringt. Leider schwankt die Sichtweite oft und schnell. Gute Sicht herrscht meist von November bis Januar und dann wieder im Mai und Juni. Grad im Winter ist die Sicht richtig gut 10m über lange Zeit. Allerdings nimmt die Sicht ab einer Tiefe von ca. 7 m rapide ab und wird ohne starke Lampe zur Nullsicht.

Für den "Nicht-Anlieger" gibt es leider wenig Möglichkeiten an gute Tauchstellen zu erreichen. Eine - im Hochsommer nicht besonders zu empfehelnde - Einstiegsstelle befindet sich direkt neben dem Wasserwerk. Man kann sein Auto neben der Bushaltestelle "Wasserwerk" in der Bernauer Straße abstellen und erreicht daß Wasser mit ca. 50m Fußweg. An dieser Stelle gehts auch recht rasch runter. Das Problem ist, daß dies auch eine beliebte Stelle für Surfer ist und die Wasserskistrecke direkt davor liegt. Besonders im Mai ist hier die Sicht für einige Wochen wircklich sehr gut.

Direkt an der Greenwichpromenade (Anfahrt und Parken über die Veitstr./Borsigdamm) am "Kanonenrondell" bietet sich auch ein Einstieg ohne weiten Weg von der Straße, aber mit viel Publikum - hier gehts auch steil ab bis ca. 16m.

Die besten Tauchstellen sind mit dem Boot zu erreichen:
- Der südöstliche Zipfel der Insel Scharfenberg hat eine langgezogene Sandbank mit steilem Abfall von 0,5 auf 7 m. Hier liegen viele Bäume im Wasser in denen gerne die Fische stehen und sich gut beobachten lassen.
- Das Ufer östlich vom Strandbad Tegel bietet zwar keine Anfahrtswege mit dem Auto, aber mit dem Boot ist es kein Problem. Hier ist eine Abbruchkante von ca. 700m Länge von 1m auf 4,5 m. Dahinter folgt eine Art Graben, der von einem Wall gefolgt wird. Naja, in den Tropen würde man jetzt Aussenriff sagen ;-). In dieser langgezogenen Rinne steht auch der ein oder andere Raubfisch.

Wie schon oben beschrieben herrscht hier reger Bootsverkehr aller Art. Perfekte Tarierung und Orientierung sind also lebenswichtig! Eine Boje allein reicht nicht und auftauchen und nachsehen ist auch keine gute Idee.
Ich tauche vom Ufer aus nur im Winter, wenn die meisten Boote aus dem Wasser sind und benutze keine Boje, weil die Motorbootfahrer bei laufendem Motor aus dem Wasser ziehen wollten. Zu den anderen Jahreszeiten tauche ich nur vom verankerten Boot an der Ankerleine ab und benutze dann ein Reel mit Leine um zurückzufinden. Ideal ist es auch, wenn noch eine Person im Boot bleibt, da leere Boote sehr anlockend wirken. Beste Möglichkeit ist vor dem Auftauchen eine Boje schießen auf der steht : Taucher! Abstand halten! Wer mal im Tegler See tauchen möchte, die aktuelle Sicht wissen oder auch mal einen Bootstauchgang machen möchte, der kann sich gerne bei mir melden. Eindrücke gibts hier.


Der Schlachtensee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 5-7m; Tiefe 9m, mit Spaten 13 Meter ;-)

Das Wasser ist angenehm klar (aber Schwebeteilchen trüben die Sicht) und besonders in der Woche bei kühlem Wetter sind auch nicht so viele Leute da. Es ist schon schön, mitten in Berlin einen gut betauchbaren See zu haben.

Leider trüben im Sommer und Herbst die Algen das Tauchvergnügen. Aber der Fischreichtum ist enorm und mit viel Glück findet man auch historische Artefakte (Säbel etc.). Als lohnend haben sich gemächliche Später-Feierabend-Nachttauchgänge erwiesen.

Da kann man im Flachwassebereich (links vom Einstieg) viele Fische beobachten - und so viele Aale habe ich selten gesehen (fast schon eklig).

Im Berlins Süden gelegen. Leicht über die Avus, Abfahrt "Spanische Allee" zu erreichen. Dann in der Kurve in die Straße "Am Schlachensee" einbiegen und dann kommt der See zur Linken. Der Einstieg ist gut über eine Treppe mit 50m Fußweg zu erreichen.

Der Gützer Berg

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 7-8m; Tiefe 14 Meter

Hier vereinen sich viele Qualitäten: klares Wasser, versunkene Gebäude, eine Flachwasserzone mit vielen Fischen und ein kurzer Weg zum Auto. Die Sicht ist trotz regem Tauchbetrieb gut. Der See hat neben den für Steinbrüche typischen schroff-schönen Felsen auch zwei betauchbare Häuschen, einen alten gemauerten Türbogen und einen kleinen Ein-Mann-Bunker.

Die sehr schöne Flachwasserzone mit vielen Pflanzen und Fischen lädt dazu ein, am Ende des Tauchgangs zu beobachten, bis die Flasche fast leer ist. In der Mittagssonne hat man hier die besten Sichtverhältnisse, da die Felswände um den See recht hoch sind. Man kann schön die Schwärme von Plötzen und Barschen beobachten und vielleicht sogar den großen Karpfen und mehrere Hechte sehen. Auch ein Nachttauchgang lohnt hier. Man sollte aber Rücksicht auf Angler nehmen, denn es ist auch ein Angelsee!

Nach dem Einstieg geht es rasch auf 6-8m runter. Zur Linken hat man den Flachwasserteil, den man zugunsten des Tauchprofils jedoch erst gegen Ende des Tauchgangs besuchen sollte. Wenn man vom Einstieg rechts der Wand entlangtaucht kommt man über den weitläufigen flachen Teil mit durchschnittlich 7 m Tiefe. Plötzlich kommt eine Kante, an der es schlagartig auf ca. 13m runter geht. Hier taucht man immer weiter an der Wand lang und kommt dann direkt zum Pumpenhäuschen. Bei moderater Sicht, kann von dort schon den Geräteschuppen erkennen. Den Ein-Mann-Bunker musst du im flacheren Teil des Sees suchen (in etwa genau auf der anderen Seeseite vom Einstieg) - er sieht aus wie eine kleine Rakete. Ein durchschnittlicher Taucher kommt mit dem Luftvorrat einer 12L-Flasche bei gemächlichem Tempo einmal rund um den See und kann dann die Luftreserve im Flachwasserbereich bei 1-2m ausreizen.
Diesen tollen Tauchspot erreicht man über die Straße von Landsberg (oder von der B100) nach Gütz und dort vor der Bahnüberführung in die Straße "Am Gützer Berg", dann bei den Ruinen parken und den schmalen Weg zwischen den Ruinen durch !

Der Glienicker See

Durchschnittliche Tauchtiefe ca . 4-7 Meter

Ein schöner See für Anfänger, die gerne eine vielfältige Unterwasserwelt kennen lernen wollen. Da man, wegen der besseren Sicht und den vielen Fischen, überwiegend im Flachwasserbereich taucht sollte man gut tarieren können.


Steve, Brian und Dirk (v.l.n.r.)

Der Glienicker See bietet durch seinen Fisch und Pflanzenreichtum perfekte Möglichkeiten für Naturbeobachtungen. Das Wasser des Sees ist meist klar und wird erst ab der Sprungschicht trüb. Wer hier keinen Hecht sieht, muss sich vorher die Maske zugeklebt haben. Es bieten sich si viele Motive für die U/W-Fotografie.

Der See ist ein beliebtes Tauch- und Ausbildungsgewässer für berliner Taucher und Tauchschulen. Daher ist man häufig nicht alleine. Tauchgänge im Sommer lohnen dennoch und besonders Nachttauchgänge sind hier sehr reizvoll.

Man erreicht den Glienicker See direkt von der Straße (Uferpromenade) oder über andere Einstiege, die man rund um den See finden kann. Im Winter und im Frühjahr aber mit katastrophalen Sichtweiten...

Der Flughafensee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 20-25m

Der Flughafensee liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafen Tegel in Berlin und das Tauchen wird dort gerne "Kerosintauchen" genannt.

Meine Erfahrungen mit dem See sind: Schlechte Sicht, nervende Gaffer, taucherhassende Hunde...
Es gibt allerdings auch Taucher, die den See schätzen und auch von guten Sichten zu berichten wissen. Einige Berliner Tauchschulen bilden hier sogar aus...vielleicht Nullsicht-Tieftauch ;-) Specialty. Naja, einen Versuch ist es immer wert - man ist immer eine Erfahrung reicher.

Zum Flughafensee findet man über die Autobahnabfahrt Holzhauser Straße der A115 und dann fährt man die Bernauer Straße herunter und nimmt dort eine der abzweigenden Nebenstraßen. Da man nicht direkt an den See fahren kann muss man noch ca. 150m angerödelt laufen.

Badesee Brieselang

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 3-5 Meter

In Brieselang gibt es einen kleinen flachen und verkrauteten See, der einer Aufzählung garnicht wert wäre, wenn es nicht so lasche Winter gäbe. Der See in Brieselang friert nämlich sehr schnell zu und man kann das Erlebnis eines Eistuchgangs genießen.

Im Frühjahr und Spätherbst weist der See auch annehmbare Sichtweiten auf. Im Sommer ist der See durch den Badebetrieb sehr aufgewühlt und weist auch einen enormen Bewuchs auf. Die Wassertemperaturen sind hier im Sommer so hoch, dass man einen kurzen Tauchgang sogar im 3mm-Anzug machen kann.

Der See liegt bei Brieselang/Falkensee und ist leicht zu finden, da er direkt neben der Hauptstraße liegt. Es gibt einen Parkplatz direkt davor. Über das Strandbad (im Sommer ggf. kostenpflichtig) kommt man ohne langen Weg an den See.

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Autobahnsee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 10-20 Meter

Es ist nicht schwer zu erraten, woher der Autobahnsee seinen Namen hat - er liegt direkt an der Autobahn. Im Sommer ist der See mit seiner Umgebung ein sehr beliebtes Naherholungsziel und der Eintritt kostenpflichtig (ca.5 DM/Tag). In der kalten Jahreszeit ist man dort meistens allein.

Das Wasser des Sees ist sehr klar und bietet im Winter eine glasklare Sicht - im Sommer durch den Badebetrieb leicht getrübt, aber trotzdem noch lohnend. Die Unterwasserlandschaft ist recht karg und bietet wenig Fische und Pflanzen. Das Bodenprofil erscheint einem wie eine befremdende Mondlandschaft. Man taucht über Hügel, Täler und ehemaligen Fahrtwege der Kiesgrube. Dadurch hat man stets dass Gefühl, in die falsche Richtung zu tauchen und muss sich immer wieder auf dem Kompass versichern. Fische sind reichlich an der Westseite des Sees im flachen Wasser beobachten. Besonders hier hat man, durch das klare Wasser und den Kiesgrund, das Gefühl in einem Bergsee zu tauchen.

Der See reicht bis in eine Tiefe von 25m - vielleicht sogar noch tiefer, hab ich aber noch nicht gefunden. Aufgrund der häufig wechselnden Tauchtiefe sollte man den Tauchgang konservativ angehen, da eine Tauchgangsplanung hinsichtlich der Tiefe hier nichts bringt und das "Jojo"-Profil des Tauchgangs eine erhöhte Aufsättigung zur Folge hat - Computerbesitzer sind jetzt im Vorteil.

Man erreicht den Autobahnsee über die A14. Von der Abfahrt Naunhof/Beucha ist der See auch schon ausgeschildert. Als Einstieg bieten sich zwei Stellen an: - Direkt an der Zufahrt kann man ca. 150m laufen und einsteigen. Diese Ecke ist der eher fischreiche Teil des Sees. - Bis zum zweiten Parkplatz fahren und dort an der Badestelle abtauchen. Ist auch ganz lustig, hier ist nämlich ein FKK-Strand. Das gibt schon ein lustiges Bild, wenn man im Trockenanzug mit jemandem im Adamskostüm schwatzt.

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Heiliger See

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 5-11 Meter

Dieser See bietet den größten Teil des Jahres gute Sichtweiten, keinen Bootsverkehr und ist mit dem Auto gut erreichbar. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze ist die Sicht (wie in fast allen anderen Gewässern auch) sehr schlecht - ein Tauchgang ist nicht sehr lohnenswert.

Dagegen bietet dieser See im Sommer, wenn viele andere Seen in der Blüte stehen, sehr gute Sichtweiten. Der Fischbestand im See ist gut und läßt sich bei ruhigem Verhalten schön beobachten. Im Hochsommer sind in Ufernähe (vor der kleinen Brücke) große Schwärme von Plötzen anzutreffen, die beim Hindurchtauchen fast "karibisches" Feeling aufkommen lassen. An einigen Stellen kann man kapitale Karpfen und im Tiefen Zander antreffen.

Im See gibt es mehrere Ruderbootwracks zuhabe ich schon zwei Ruderboot-"Wracks" zu endecken. An einem hat der größte Zander den ich je gesehen habe sein Quartier bezogen und läßt sich gut beobachten, wenn man ihm nicht zu nahe auf die Schuppen rückt.

Man kann sehr nahe an den See heranfahren, wenn man (aus Wannsee kommend) nach der Glienicker Brücke die nächste Straße nach rechts, dann links, rechts und wieder links abbiegt und dort in einer der Sackgassen - die direkt zum See führt - parkt. Wenn man ein bisschen Rücksicht auf die Anwohner nimmt, dann sind diese auch verträglich. Gerüchteweise braucht man dort eine Tauchgenehmigung - frag doch vorher sicherheitshalber in einem der Potsdamer Tauchläden nach.

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Löbejün

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 15-20 Meter

Aus immer wieder aktuellem Anlass: Bitte vermüllt die Umgebung um den See nicht ! Ist es denn so schwer den eigenen Müll wieder mitzunehmen ? Und das besetzen der See zugänge mit Campingmobilen etc. ist auch eine Scheissangewohnheit ! Macht nur weiter so - irgendwann ist der See für Taucher gesperrt !

Zu den Steinbrüchen in Löbejün muß ich nicht viel schreiben...die kennt ja sowieso jeder berliner Taucher, oder ??? Wer sie einmal gefunden hat (ist nicht so leicht beim ersten Mal) wird sie als klare Abwechslung zu den sonstigen Nullsichten schätzen.

In Löbejün den Berg Richtung Autobahn hochfahren, am Schotterwerk vorbei und dann über den Feldweg links zu den unförmigen Betongebilden.

Zu sehen gibt es ein paar kleinere Fische (überwiegend Barsche und Plötzen), betauchbare Pumpenhäuschen, ein versenktes Motorrad, Fahrräder, jede Menge Zivilisationsmüll, versunkene Wälder und die Relikte des ehemaligen Steinbruchbetriebs, wie Loren und Schienen.

Ein Problem ist, daß viele Tauchschulen hier mit ihren Schülern hinfahren und Ausbildung und die ersten Tauchgänge machen. Da sieht man dann ganz deutlich, daß Tauchen zum Breitensport geworden ist und grad im Sommer jeder "Warmduscher" hier tauchen geht ;-). Es lohnt sich aber mal in der kalten Jahreszeit oder in der Woche dort Tauchen zu gehen, dann ist man nämlich oft ganz allein dort !

Es gibt drei Steinbrüche:
Im ersten Steinbruch beträgt die maximale Tiefe um 20 m und die Sicht ist riesig. Nur wenn Du der 100ste Taucher am Tag bist ist es aufgewühlt. Es gibt ein Pumpenhaus und den üblichen Steinbruchmüll.

In das zweite Loch gibt es keinen geeigneten Einstieg. Man kann sich aber (Abseilerfahrung vorausgesetzt) an einer der steilen Wände mit kompletter Ausrüstung abseilen. Dass man hinterher wieder hoch muß, sollte man sich aber vorher überlegen. Eine solche Kletteraktion rechtfertigt der Steinbruch nicht wirklich, aber es ist eben mal was anderes und man sorgt auch für Aufsehen. Die Tiefe ist ca. 15m, aber die Sicht ist genial, weil hier eben noch kein anderer Taucher die Sicht versaut hat.

Der dritte Steinbruch ist ca 18m tief - der PADI OWD kann hier also sein Tiefenlimit auskosten ;-). Er bietet auch mehr zu sehen als die anderen Löcher. Das Pumpenhäuschen ist besser betauchbar und viele Schienen mit Loren (die sich teilweise noch ein Stück schieben lassen) bieten viel Sehenswertes.

Straußsee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 5-20 Meter

Der Straußsee, von vielen irrtümlich (?) als Straußbergsee bezeichnet, aber auf der Karte heißt er "meistens" Straußsee!

Es ist ein "Möchtegern-Toplitzsee", weil er fast ebenso geheimnisumwittert ist. Der Straußsee ist der richtige See um historische Funde zu machen. Man findet ab und an antike Artefakte und angeblich sollen auch noch irgendwelche Unterwasserruinen zu betauchen sein. Ich habe diese allerdings noch nicht entdeckt, aber mir von Ortskundigen sagen lassen, dass diese wohl nörlich der Fähre auf der Ostseite des Sees zu finden sind...naja, das will ich erstmal sehen ! Jüdischen Grabsteine in Ufernähe habe ich schon selbst gesehen und von Waffen aus dem zweiten Weltkrieg habe ich aus erster Hand gehört, also Vorsicht - nicht alles betatschen!

Die Ostseite nördlich der Fähre bietet auch die besten Einstiege, da man hier mit dem Auto bis auf 15m an das Wasser herankommt (Parkplatz in einer Sackgasse). Der Südteil des Sees ist schlammig und sumpfig.

Die tiefste Stelle des Sees soll ca. 25m tief sein. Manch Einheimischer faselt sogar von einem "doppelten Boden" wie im Toplitzsee und den dazugehörigen Gerüchten vom Nazi-Gold - aber wer will das schon ???

Die Sichtweite ist eher schlecht als mäßig und schwankt stark über die Jahreszeiten.

Am schnellsten kommt über die Autobahn A10 über die Abfahrt Hellersdorf nach Straußberg.

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Kleiner Wukensee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 5-10 Meter

Dieser See hat nur einen Durchmesser von ca. 300m und ist max. 11m tief. Die Sicht ist außer im Hochsommer (wg. Badebetrieb trotz Verbot) gut.
Im Hochsommer kommt beim Tauchen noch ein Problem durch die Wasserpflanzen, die aus der Tiefe nach oben geschossen sind, hinzu. Der Grund ist leicht aufzuwirbeln und dann ist die Sicht schlagartig weg. Aus diesen beiden Gründen ist der kleine Wukensee nichts für Taucher, die noch Anfänger sind und Probleme mit der Tarierung und dem "Nervenbehalten" beim Hängenbleiben haben.

An den Ufern ragen viele umgefallene Bäume in das Wasser und bieten Hechten und Barschen gute Versteckmöglichkeiten. Hier bekommt jeder Taucher die Gelegenheit diese Fisch zu beobachten. Allerdings ist auch hier die Gefahr des Hängenbleibens in den Ästen sehr groß und deshalb sollte man den Fischen nicht zwischen die Äste hinterhertauchen, sondern sich auf ruhiges, guttariertes Beobachten beschränken.

Man erreicht diesen See, wenn man von Berlin über die Autobahn nach Norden fährt und dann die Autobahnausfahrt Lanke nimmt. Durch Lanke hindurchgefahren (an anderen Seen die hier auch noch beschrieben sind vorbei) und dann der Ausschilderung Richtung Biesental gefolgt, muß man etwas Aufpassen oder Passanten fragen, da die Straße zum See nicht so leicht zu finden ist. Ich muss auch immer wieder mal fragen - sieht irgendwie alles gleich aus da...

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Werbellinsee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 25-45 Meter

Hier kann man am Mittag im Hochsommer die Bedingungen für einen Wintertauchgang bei Nacht ausprobieren - tief, dunkel, kalt !

Der See ist in ca. 1 bis 1,5 Stunden von Berlin aus zu erreichen. Der Werbellinsee hat mich zweimal gefoppt, bevor ich ihn zu schätzen lernte. Ich bin einfach irgendwo eingestiegen und losgetaucht. Die schlechte Sicht in geringen Tiefen hat mich dann aber abgeschreckt und ich bin frustiert nach Hause gefahren.
Ein anderes Mal sind wir dann - besser informiert - nach gezielter Wahl des Einstiegs schnell nach unten durch die Sprungschicht mit der schlechten Sicht (manchmal absolut NULL !) getaucht - und siehe da, ab ca. 15-16 m wirds richtig klar. Durch die trüben Wasserschichten darüber hat man aber immer einen Nachttauchgang - also immer eine gute Lampe mitnehmen !

Es gibt da unten auch noch einiges zu sehen - Wracks. In früheren Zeiten, als mit Steinen noch Geld zu machen war (und in Berlin schon früher der Bauboom ausbrach), haben die Händler ihre Segel-Lastkähne bis zum Rand voller Lehm und Steine geladen. Wenn dann auf dem großen Werbellinsee schlechtes Wetter aufkam, mußten sie schnellstens Ballast (Steine) abwerfen um nicht zu kentern. Tja, manche waren halt nicht schnell genug - die könnt ihr jetzt besuchen!

Die besten Einstiege bieten sich auf den Landzungen auf der südlichen Westseite, auf der gegenüberliegenden Seeseite von Altenhof.
Die Tiefste Stelle des Sees ist recht tief, soll wohl bei ca.56 m liegen.

Eins der Wracks läßt sich recht leicht finden. An der Taucherwiese (am Straßenrand zur Seeseite Begrenzungen aus Holz und auf der anderen ein kleiner Parkplatz für ca. 10 Fahrzeuge. (Am Wochenende leicht an den vielen Tauchern zu erkennen). Dort links von der Landzunge einsteigen und ca. 25-30m vor dem Ufer auf Höhe der Schilfkante abtauchen. Hier kommt man bei zwölf Metern auf Grund. Nun mit einer Kompaßpeilung von genau 90° (lieber kleinen links als rechts-Tick) in die Tiefe von 31-32 m abtauchen. Dann um 90° nach rechts auf 180° und nach einigen Flossenschlägen solltest Du nach vorne gucken - um nicht mit dem Kopf dagegenzuknallen...das Wrack liegt auf 28-36m senkrecht zum Ufer.

Voraussetzung für solche Tauchgänge sind eine gute Lampe (plus Ersatz), eine redundante Luftversorgung (bitte keine Pseudosicherheit aller Y-Ventil) und einen warmen Anzug (Trocki), denn es ist kalt (4-6°C), dunkel (ich meine richtig dunkel) und auch recht tief für den Anfänger (naja, für den Fortgeschrittenen auch - nicht den Respekt vor der Tiefe verlieren). Es kann gut passieren, dass man einen Dekotauchgang macht ....wenn einem das Wrack gefällt !

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Wandlitzsee

Durchschnittliche Tauchtiefe ca. 5-15 Meter

Der Wandlitzsee ist schnell aus Berlin zu erreichen - wie der Name schon sagt: In Wandlitz, also ca. 30 min von Reinickenorf.

Der See bietet einen guten Einstieg beim Freibad. Zuweit links davon sollte man nicht einsteigen, da man sonst nach 100m laufen im immer noch im hüfttiefen Wasser steht. Am Freibad gehts recht zügig tiefer, dort ist es allerdings nicht so interessant bis auf die Tauchplattform.

Der Wandlitzsee lockt eher durch seinen Fischreichtum, der sich auch bei mäßiger Sicht gut beobachten läßt. Im Frühjahr kann die Sicht sogar ganz gut sein. Lohnt sich aber wirklich eher als Feierabendsee und ist eine lange Anreise nicht wert.

www.scubastation.de